Interview Michael Walloch,
General Manager DeterTech Deutschland

Warum wir Täter stoppen, statt sie nur zu beobachten

Sicherheit auf Baustellen, in Solar- und Windparks und kritischer Infrastruktur ist oft lückenhaft. Michael Walloch, General Manager von DeterTech Deutschland erklärt im Interview, warum das DTNet als digitales Nervensystem den einzelnen Kameraturm und herkömmliche Überwachung ablöst – und wie vernetzte Intelligenz echte Kosten spart. 

Michael, Hand aufs Herz: Reicht eine gute Kamera zur Baustellenüberwachung heute nicht mehr aus? 

Michael Walloch: Eine Kamera ist passiv. Sie beobachtet nur. DeterTech verfolgt einen anderen Ansatz. DTNet ist ein intelligentes Überwachungsnetzwerk, kein Einzelprodukt. Wir bieten Sicherheit als Gesamtsystem. Unser Ziel ist die aktive und schnelle Prävention. Wir stoppen den Täter, wir beobachten ihn nicht nur. 

Aber DeterTech vermietet doch mobile Videotürme und PID-Überwachungseinheiten, erklär das bitte genauer. 

Michael Walloch: Ja, natürlich stellen wir den klassischen Überwachungsturm oder die autarken Überwachungsgeräte zur Geländeabsicherung, kurz PIDs, weiterhin als Einzelprodukte aufs Gelände. Aber der entscheidende Punkt ist: Wir filmen nicht einfach nur. Wir wollen, dass Bauleiter, Poliere und Projektverantwortliche Ihre Baustelle sichern und beruhigt in den Feierabend gehen können.  

Diebstahl, Vandalismus und Graffitikünstler schrecken wir nachweislich ab. In Solarfeldern kommt es zu Kabelklau. In Windparks gibt es illegale Kletterer. Zudem, aktuell sehr relevant, werden Anschläge auf kritische Infrastruktur verübt. Dem stehen hohe Reparaturkosten, Umsatzausfälle, Stillstand und Versicherungsschäden in fünfstelligen Bereichen gegenüber. DTNet ist oft sogar günstiger als herkömmliche Überwachungslösungen. Die intelligente Vernetzung deckt tote Winkel besser ab und Kameratürme werden gezielter eingesetzt. 

Du sprichst oft vom „digitalen Nervensystem“. Was meinst du damit? 

Michael Walloch: Stell Dir vor, jedes Überwachungsgerät auf der Baustelle ist miteinander verbunden. Wenn an der hintersten Ecke des Areals ein Alarm registriert wird, reagiert das gesamte System in Sekunden. 

Das bedeutet in drei einfachen Punkten: 

  • Lückenlose Überwachung: Es gibt keine isolierten Bautürme mehr. 
  • Automatisierter Fokus: Bei einem Alarm schwenken umliegende Geräte sofort auf die Alarm-Quelle. Die Leitstelle schätzt die Situation wesentlich schneller und besser ein. 
  • Täterverfolgung: Das System „übergibt“ den Täter von Kamera zu Kamera. 


Viele Kunden sorgen sich um tote Winkel und hohe Kosten für viele Kameratürme.
 

Michael Walloch: Genau da setzen wir an. Statt wahllos unflexible teure Türme zu verteilen oder aus Kostengründen auf die Überwachung des gesamten Geländes zu verzichten, kombinieren wir unsere 45 kg leichten und mobilen PID-Überwachungseinheiten und Videotürme zu einer vernetzten Einheit. Das spart massiv Geld. Die PIDs sind per Plug & Play sofort einsatzbereit, flexibel skalierbar und ideal für dynamische Projekte wie Baustellen. Wir decken tote Winkel ab, ohne das Budget zu sprengen und sind damit in den meisten Fällen sogar günstiger als die Konkurrenz. 

 

DTNet ist keine Standardlösung von der Stange. Es ist gebaut für echte Baustellenprobleme und nicht für das, was theoretisch im Prospekt steht.”

 

Was ist der konkrete wirtschaftliche Nutzen für den Bauherrn? 

Michael Walloch: Am Ende des Tages geht es um Kostenreduktion. Wir verhindern Diebstahl, Vandalismus und vor allem den gefürchteten Baustillstand, bevor der Schaden entsteht. Unser Fokus liegt nicht auf dem Technikverkauf, sondern auf dem messbaren Nutzen: Sicherheit ab Tag 1, ohne Verzögerung und mit maximaler Flexibilität für jedes Gelände. Oder noch einfacher: die nächste Evolutionsstufe der Baustellen- und Objektüberwachung.

Ein Highlight ist die „aktive Täteransprache“. Wie reagieren die Eindringlinge? 

Michael Walloch: Meistens mit Flucht. Wenn das System erkennt, dass jemand unbefugt das Gelände betritt, erfolgt eine direkte, lautstarke Ansprache. Der Täter merkt sofort: „Ich bin entdeckt, und ich werde verfolgt.“ Das ist der Moment, in dem Prävention und Abschreckung wirken. Vom Einbruch bis zur Sichtung durch Sicherheitsfachexperten in der Leitstelle vergehen 47 Sekunden. Wir greifen ein, bevor die erste Kabeltrommel im Transporter landet. 

Danke für deine Zeit. 

 

Michael Walloch führt seit Juli 2024 als General Manager die Geschäfte von DeterTech Deutschland und blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in Führungspositionen zurück. Mit seiner klaren Vision setzt er auf technologische Innovation und maßgeschneiderte Konzepte, um bestehende Sicherheitsstandards aktiv zu hinterfragen. Sein Ziel ist es, DeterTech als führenden Partner für intelligente Sicherheitslösungen zu etablieren, der echten wirtschaftlichen Nutzen und verlässliches Vertrauen schafft. 

 

Sie möchten Ihr Projekt mit dem digitalen Nervensystem von DTNet absichern? 

Key Facts zum DTNet: 

  • Prävention statt Beobachtung: Aktive Täteransprache in Echtzeit. 
  • Vernetzte Intelligenz: Sensoren und Kameras arbeiten als Einheit. 
  • Plug & Play: Schnell einsetzbar, auch in stromlosen abgelegenen Gebieten. 
  • Wirtschaftlich: Weniger Hardware bei höherer Abdeckung durch intelligente Vernetzung.